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Zuversicht stärkenNicht erst durch die Pandemie haben wir zu spüren bekommen, wie schnell sich unser Leben ändert. Auch andere Ereignisse können uns völlig unerwartet aus der ruhigen Bahn katapultieren. Es ist uns nicht gegeben, dies zu verhindern, doch wir haben es in der Hand zu entscheiden, wie wir mit solchen Geschehnissen umgehen. Ob wir uns von ihnen beherrschen und unterkriegen lassen oder ob es uns gelingt, trotz aller Widrigkeiten die Zuversicht nicht zu verlieren. Was mir persönlich hilft und geholfen hat, auch in schwierigen Situationen den Mut nicht zu behalten, darum soll es in diesem Artikel gehen.

Das Gute im Schlechten


Nach einem Feuer konnten wir unsere Wohnung nicht mehr betreten: Das Dach des mehrstöckigen Gebäudes war abgebrannt und der frei stehende Schornstein hatte das Treppenhaus zerschlagen. Die Feuerwehr schob ihre Leiter an eines der Fenster, wir durften ein paar persönliche Dinge mitnehmen und es war klar, dass wir monatelang nicht würden zurückkehren können. Was war das Gute im Schlechten?

Ein Freund hat uns für diese Zeit in seiner kleinen Wohnung spontan einen Dauer-Schlafplatz angeboten – eine Ecke in der Küche für  unsere Matratze. Wir waren glücklich.
Wir haben die gemeinsam mit ihm verbrachte Zeit genutzt, das Gitarrenspiel zu lernen.
Wir durften von vielen Seiten eine große Hilfsbereitschaft spüren.
Wir fanden eine bessere Wohnung. (Das Gute erkennt man oft erst hinterher.)

Das Gute in den Zeiten der Pandemie ist, dass wir uns digital vernetzen und so Kontakt halten können: Zu Familie, Freunden, Kollegen und Kunden. Wie wäre es, wenn es das nicht gäbe?

Heute geht’s noch


Die meisten Selbständigen kennen das Auf und Ab der Einnahmen. Doch als sich die Auftragsrückgänge nach der Wirtschaftskrise häuften, überfielen mich Existenzängste. Wie sollte ich bloß über die Runden kommen? Um es auszuhalten, hatte ich es mir angewöhnt, nur noch kurze Zeitabschnitten anzuschauen und zu denken wie die Anonymen Alkoholiker: „Heute geht’s noch.“

Was spricht dafür?


Die Diagnose Brustkrebs stand fest. Trotz der ärztlichen Aussage, dass ich gute Chancen hätte, wieder gesund zu werden, wälzte ich mich doch eine Nacht schlaflos hin und her. Was, wenn sie nicht Recht behalten würden? Wenn es kein gutes Ende nähme? Ich knipste die Nachttischlampe an, nahm Stift und Papier und schrieb alles auf, was ich an Positivem zu meiner Diagnose und Therapie gehört und gelesen hatte. Es wurde eine lange Liste, die ich immer wieder hervorholte, wenn  der Zweifel mich erneut beschlich. Sie hat mich jedes Mal wieder beruhigt. Zu diesem Thema ausführlich: Ursula Kraemer, „Mein Brustkrebs heißt Hermann. Wie der die Räumungsklage erhielt und ich die Zuversicht nicht verlor“.  

Was geht trotzdem?


Wer wenig Geld hat, wem freundschaftliche Kontakte fehlen oder wen gesundheitliche Einschränkungen quälen, neigt häufig dazu, den Fokus auf diesen Mangel zu legen. Das schwächt. Sehr viel besser ist es, sich zu erinnern, was dennoch möglich ist an Unternehmungen, an Freude, an Wohltun. Und sich nicht nur zu erinnern, sondern diese Ideen auch in die Tat umzusetzen. Denn gerade dann, wenn wir Mangel empfinden, ist die Selbstfürsorge das Beste und Wichtigste, um solche Zeiten zu überstehen.

Was wäre das Schlimmste?


Oft machen wir uns Sorgen über Ereignisse, die gar nicht eintreten. Auch wenn ich eher dazu neige, optimistisch zu sein (damit meine ich nicht die rosa Brille), bleibt es nicht aus, dass auch mich hin und wieder solche Gedanken überfallen.

Dann stelle ich mir folgende Fragen:

  1. Was könnte schlimmstenfalls passieren?
    Vor meinem allerersten Seminare hatte ich Angst, den Faden zu verlieren, nicht mehr weiter zu wissen, dumm dazustehen.
  2. Was könnte ich machen, wenn dieser Fall eintritt?
    Ich könnte sagen, dass ich mich nicht wohlfühle und gehen müsse.
  3. Was kann ich tun, um zu verhindern, dass meine Befürchtungen eintreten?

Mich gut vorbereiten. Mir eingestehen, dass ich nicht perfekt sein muss und zugeben kann, wenn ich etwas nicht weiß. Mir überlegen, was ich in solchen Situationen sagen könnte.

Was ist das Ergebnis, wenn ich diese Übung mache? Die Lösungs- und Verbesserungssuche eröffnen Handlungsmöglichkeiten, ich fühle mich einer unangenehmen Situation nicht ausgeliefert. Die Antworten auf Frage zwei wirken wie eine Hintertür. Zu wissen, dass es sie gibt, reicht aus. Brauchen werde ich sie in den seltensten Fällen. Das ist doch etwas.

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