Eine Rede vorbereiten

Hast du die Aufgabe, eine Rede, eine Präsentation vor Kunden zu halten oder willst du frei gewählt vor Publikum reden? Du hast keine Ahnung, wie du vorgehen musst, damit das Ganze einen roten Faden hat und dein Publikum wirklich überzeugt? Hier bekommst du Tipps für eine gute Vorbereitung.

Sammle Material

Sammle alles an Material, an Fakten, an Argumenten, die dir einfallen, um dein Thema darzustellen. Eine solche Materialsammlung kannst du als Brainstorming machen oder auch als Mindmap darstellen. In diesem Fall schreibst das Thema deines Vortrags in die Mitte und sammelst an den Ästen Unterpunkte, Begriffe, alles, was dir einfällt. Diese Materialsammlung ist aber noch nicht die Gliederung deiner Rede, sie würde mit ihrer Fülle deine Zuhörer sicher überfordern.

Wähle aus

Als nächstes frag dich bitte, was du bei deinem Publikum erreichen möchtest. Was soll deine Botschaft sein? Was soll dein Publikum hinterher mehr wissen? Wovon möchtest du die Zuhörer überzeugen? Und anhand deiner Antwort greifst du aus deiner großen Vorbereitung genau die Punkte heraus, die wirklich zünden. Bring nicht alles an, greif wirklich das heraus, was die schwerwiegendsten Fakten sind. Lieber spricht kürzer und überzeugend, denn mit zu viel Material verwässert du deine Präsentation.

Bring deine Argumente in eine Reihenfolge

Wenn du viele Punkte anführen willst oder musst, dann rate ich dir, die Schlagkraft deiner Argumente ansteigen zu lassen. Stell dir vor, du sprichst 10 Minuten lang. Das tollste und wichtigste Argument hast du in Minute 2 gesagt. Und dann? Dann wird es  immer weniger überzeugend. Und was bleibt im Ohr? Deine schwächsten Argumente.  Ich rate also, lieber mit dem weniger überzeugenden anzufangen und immer schwerwiegendere  Argumente und Fakten ins Feld zu führen

Auf deinen Ohrenöffner kommt es an

Der Ohrenöffner ist der Einstieg in eine Rede. Den brauchst du, denn du kannst nicht erwarten, dass dein Publikum brav zuhört, nur weil du vor ihm stehst und redest.

Also wie kannst du es schaffen, dass die Leute wirklich zuhören? Du kannst eine Frage stellen. Oder du kannst ein Beispiel aus der aktuellen Presse bringen, du kannst Statistiken anführen oder aber aber eine provozierende Behauptung aufstellen, die dein Publikum wachrüttelt. Die lässt die Zuhörer aufhorchen und jeder denkt: „Hoppla, was ist denn das? Da bin ich nicht einverstanden. Mal schauen, was der oder die dazu zu sagen hat.“

Ein guter Schluss rundet es ab

Bereite deinen Schluss gut vor, denn sonst läufst du Gefahr zu sagen: „Das war’s. Ich bin fertig.“ Oder du schaust dein Publikum an und alle warten, dass noch etwas kommt.

Wie dein Schluss aussieht, hängt von der Länge deiner Rede ab: Du hast nur kurz gesprochen? Dann bleibt es bei einem abrundenden und zusammenfassenden Schlusssatz.

In der Rhetorik gilt das Prinzip: Sage deinen Zuhörern, was du ihnen sagen willst, dann sag es und dann sag ihnen, was du gesagt hast. So bleibt deine Botschaft im Gedächtnis. Das bedeutet, du in der in der Einstiegsphase sagst, was kommen wird. Dann bringst im Mittelteil deine Argumente, deine Beispiele, deine Fakten. Und am Schluss fasst du also entweder mit einer kurzen Zusammenfassung von mehreren Sätzen oder aber mit einem Satz ganz klar zusammen.

Hier ist das Video zum Thema.

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