Mach’s wie Klara
Neulich saß Klara wieder bei mir im Coaching. Sie legte die Hände in den Schoß, sah mich mutlos an und sagte: „Ich habe das Gefühl, ich passe einfach nirgends hinein. Alle anderen scheinen zu wissen, wie das Leben funktioniert. Nur ich fühle mich in meiner eigenen Familie und im Beruf wie ein absoluter Fremdkörper.“
Kennst du dieses Gefühl, einfach nicht in die Welt um dich herum hineinzupassen? Das Gefühl, dass alle anderen nach einem geheimen Drehbuch leben, das man selbst nie erhalten hat?
In meiner täglichen Arbeit als Coach begegne ich diesem Gefühl sehr oft. Wir nennen es mangelndes Selbstbewusstsein oder Selbstzweifel. Doch in Wahrheit ist es oft das Gefühl, ein Fremdkörper zu sein. Ein Fremdkörper in einer Familie, die zu hohe Erwartungen stellt, oder in einem Umfeld, das uns scheinbar vorschreibt, wer wir zu sein haben.
Genau deshalb habe ich diesmal kein Sachbuch geschrieben, sondern ein großes persönliches Geheimnis in eine ganz andere Form gegossen.
Ich habe die Psychologie des Selbstwertgefühls in eine Geschichte gepackt – in meinen neuen Roman
Der Fremdkörper.
Der Roman spielt in den kühlen, oft strengen 1970er Jahren. Er beschreibt den sehr belastenden und schmerzhaften Weg, den der junge Anton und auch Justus durch ihre Umstände gehen müssen. Die Geschichte zeigt Ohnmacht, die Kälte eines manipulativen Elternhauses und tiefe persönliche Krisen, in denen der Boden unter den Füßen verloren geht.
Doch ich zeige diese Schwere nicht ohne Grund. Die Geschichte macht sichtbar: Egal wie ausweglos eine Situation scheint, es gibt immer eine Richtung nach vorn. Der Roman ist kein Drama, das deprimiert, sondern eine Erzählung, die den Weg durch den Tunnel ins Licht begleitet.
Die Figuren führen uns zwei kraftvolle Wege vor, wie man sich aus der Ohnmacht befreit.
Der Weg von Anton (Selbstwert durch Annahme)
Anton ist der Protagonist der Geschichte. Er erlebt die absolute Dunkelheit und fühlt sich so sehr als Fremdkörper, dass er jeden Lebensmut verliert. Doch seine Wandlung zurück in ein stabiles, „normales“ Leben gelingt. Nicht durch Druck oder kluge Ratschläge, sondern weil ein Mensch – Laura – einfach für ihn da ist und ihn bedingungslos annimmt. Anton zeigt uns: Wahres Selbstbewusstsein beginnt oft genau dort, wo wir unsere tiefste Verletzlichkeit akzeptieren und uns erlauben, Hilfe anzunehmen.
Der Weg von Justus (Selbstbewusstsein durch eigene Werte)
Justus macht im Laufe der Ereignisse eine tiefgreifende Wandlung durch. Er wächst im Schatten eines übermächtigen Vaters auf. Als er in der Isolation eines strengen Internats landet, beginnt seine wahre innere Verwandlung. Er findet seine eigene Vision und beschließt, selbst Anwalt zu werden – um später die „Fremdkörper“ dieser Gesellschaft zu verteidigen. Justus zeigt uns: Selbstbewusstsein bedeutet, aus dem Schatten der Erwartungen herauszutreten und nach den eigenen Werten zu handeln.
Warum uns Geschichten oft tiefer berühren als Theorie
Als Coach weiß ich: Der Verstand versteht Theorie schnell. Aber unser Herz lernt durch das Miterleben.Wenn wir das Schicksal von Anton begleiten und Justus‘ Wandlung miterleben, sehen wir, wie schmerzhaft es ist, sich selbst zu verlieren. Aber wir sehen eben auch, wie viel Kraft in uns schlummert, um uns die eigene Identität Schritt für Schritt zurückzuholen. Wenn die beiden es unter den bleiernen Bedingungen der 70er Jahre geschafft haben, dann kannst du das in deinem Leben heute auch.
Wenn du Lust auf eine atmosphärische Reise in die 70er Jahre hast und miterleben möchtest, wie aus einer schweren Krise echter Mut und inneres Wachstum entstehen, lade ich dich herzlich ein, Anton und Justus in „Der Fremdkörper“ zu begleiten.
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