…muss man treiben. Diesen Satz höre ich immer wieder von Klientinnen, wenn sie mit ihrer Berufswahl nicht mehr glücklich sind. Doch die Ausbildung, das Studium, hat Geld und Zeit gekostet, das kann man doch nicht so einfach aufgeben. So ähnlich denken sie, weil sie nach der Anschaffung eines teuren Kleidungsstücks, eines Sportgeräts, das sie unbedingt haben wollten, irgendwann sehen, dass es ungetragen im Schrank hängt oder unbenutzt im Keller steht. Auch mir wurde der Satz „Was man anfängt…“ eingebläut, doch zum Glück habe ich mich nicht daran gehalten. Sonst wäre ich nicht da, wo ich heute bin.
Erster Berufswunsch Stewardess
Den hat mir mein Vater ausgeredet: Du kannst stattdessen gleich im Hotel nebenan bedienen gehen. Dort brauchst du wenigstens keine Spucktüten zu halten.
Zweiter Berufswunsch Innenarchitektin
Der Berater des Arbeitsamtes riet mir ab: Sie müssen vor dem Studium, das 8 Semester dauert, erst mal eine dreijährige Schreinerausbildung machen. Das mir dann doch zu lange war. Ich hätte seiner Auskunft aber nicht glauben dürfen.
Studium Lehramt Romanistik und Sport
Meine Lieblingsfächer in der Schule. Das Studium hab ich durchgezogen, obwohl mir ziemlich schnell klar war, dass das Unterrichten von Schülern nicht so mein Ding ist. Vor allem dem Ausrichten nach einem starren Lehrplan.
Praktikum Sportredaktion bei einer Tageszeitung
Statt Schuldienst bewarb ich mich bei einer Tageszeitung in der Sportredaktion. „Wenn Sie als Frau in diesem Bereich etwas werden würde, würde ich staunen“., so empfing mich der Chefredakteur. Wenn der wüsste, dass heute sehr viele Frauen Sportjournalistinnen sind. Doch die Arbeitszeiten, vor allem am Wochenende, schienen mit meinen Zukunftsplänen Familie nicht vereinbar.
Wissenschaftliche Stelle in einem Forschungsprojekt an der Universität Tübingen
Mit großer Freude nahm ich diese Stelle an. Allerdings war sie geknüpft an die Bedingung, einen universitären Abschluss zu machen, das Staatsexamen reichte nicht. Ok, mach ich.
Studium der Sozialwissenschaften
mit Abschluss Master
Wechsel an die Universität Hamburg mit Aussicht auf eine feste Stelle,
die leider nie kam. Mitarbeit in einem Forschungsprojekt, Ende der Finanzierung nach vier Jahren.
Umzug nach Süddeutschland
Familiengründung, erst ein, dann zwei, dann drei Kinder, mitarbeitende Ehefrau und erwartete Pause der Berufstätigkeit
Schrittweiser Neustart
Kurse in Jazztanz, Französisch, Zeit für meine Hobbys weben und kreatives Gestalten, viel gelernt im Malen, Zeichnen, Fotografieren, Nähen, Stricken, Sticken, Klavier spielen
Chance auf erste Langzeit-Kurse für Frauen, Start meiner Trainerlaufbahn
Beruflicher Wiedereinstieg, Lebensgestaltung, Lebensmitte, Mutter-Kind und Beruf, eigene Projektentwicklung und Durchführung
Beginn einer Doktorarbeit zum Thema Selbstsicherheit und Kommunikation
Die Statistik war erstellt. Überraschender Anruf meines Doktorvaters nach einem Jahr Arbeit: „Ich kann Sie leider nicht mehr weiter betreuen, das ich ins Ausland gehe.“ Bin frustriert, doch irgendwann war mir klar, dass ich glaubte, nur mit diesem Titel wieder beruflich erfolgreich einsteigen zu können. Es ging auch ohne.
Neue Seminarthemen und Konzepte
Es begann mit Zeitmanagement und Rhetorik. Mehr und mehr kam die Lust mehr und mehr zu entwickeln, was die Teilnehmer brauchten. Das Angebot wuchs. Immer mehr Themen entwickelte ich und war vielseitig gefragt.
Zweieinhalb Jahre Coachingausbildung
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Resonanz meiner Seminarteilnehmerinnen, die sich mehr persönliche Begleitung wünschten. Coaching war noch kaum bekannt. Doch ich entschloss mich, dieses zu lernen. Die Grundlage für ein stabiles und vor allem ein glückliches machendes Unternehmen.
Zweite Unternehmensgründung Doktors Coach
Eine zusätzliche neue Zielgruppe, da ich wusste, dass in diesem Bereich meine Seminar- und Coachingthemen eine wichtige Grundlage sind. Bundesweit unterwegs in Kliniken.
Heute schreibe ich Bücher
Damit möchte ich mein Wissen, meine Erfahrung in die Welt bringen
Und Zeit für Hobbys
Ich kann nicht nur eine Sache machen, nein: eine halbe Stunde hier, eine Stunde da. Immer entstehen neue Dinge. Und manches Mal sogar verknüpfen sie sich Beruf und Hobby: Eines meiner letzten Bücher ist illustriert mit eigenen Collagen
Wer weiß, was noch kommt.
Ob ich empfinde, dass manches davon umsonst war? Nein, ich merke eher, wie sich vieles fügt und meine heutige Arbeit bereichert.
Von außen betrachtet sieht es oft so aus, als ob jemand den schnurgeraden Weg zu seinem jetzigen Beruf gegangen ist. Doch das ist häufig nicht so.
Was löst meine Geschichte bei dir aus?
Würdest du gerne etwas Neues angehen und weißt nicht, wie du am besten vorgehst?
Du stehst auch vor diesem Thema? Dann hol dir ein Vorgespräch und lass und schauen, ob ich dich unterstützen kann. https://calendly.com/navigo-coaching

0 Kommentare