Das kreative Gestalten – der rote Faden in meinem Leben

Kreative SeiteSchon immer hatte ich große Lust, die unterschiedlichsten kreativen Techniken auszuprobieren. Als Kind und Jugendliche beschenkte ich die ganze Verwandtschaft mit Selbstgebasteltem. Später besuchte ich Kurse im Töpfern, Emaillieren, im Holz schnitzen, Batiken, Seidenmalen und Bilder weben. Lass dich davon anregen.

Das Schreiben

Ich war 17 Jahre alt, als mein erster Zeitungsartikel veröffentlicht wurde, eine ganze Seite. Das Thema war mein vierwöchiger Schüleraustausch in Ungarn, damals noch „hinter dem eisernen Vorhang.“ Dann kamen Forschungsberichte, wissenschaftliche Publikationen. Später Blogartikel und schließlich Bücher. Vor kurzem habe ich eine Schreibwerkstatt gegründet, in der Frauen Texte aus dem eigenen Leben erstellen und besprechen. Eine sehr motivierende Gruppe.

Das Malen

Aber auch das Malen reizte mich. Das Buch von Rolf Italiaander  „Spass an der Freud. Sonntagsmaler und Naive Maler“ machte Mut, es trotzdem zu probieren, auch wenn mir im Zeichenunterricht mangelndes Talent bescheinigt worden war. Doch damit lag der Lehrer offensichtlich falsch. Eines meiner Bilder bekam sogar den ersten Preis einer Tageszeitung, die um Einsendungen von Urlaubssituationen warb. Es stellt den Bouleplatz von Saint Paul de Vence dar, unter den Bäumen vor dem Café de la Place die Spieler, rundherum das typische französische Leben. Ein anderes Bild malte ich im Auftrag und konnte es auch verkaufen. Das Leben und die Ernte im Alten Land waren das Motiv.

Das Weben und Wolle färben mit Pflanzen

Bei einem Spaziergang sprang mir am Fenster einer Webstube ein Aushang ins Auge: In einem Kurs am großen Webstuhl war noch ein Platz frei.  Das sollte natürlich meiner sein. Was für ein Glück, dass genau der Webstuhl, an dem ich lernen durfte, am Ende des Kurses zum Verkauf angeboten wurde. Eine neue Leidenschaft wurde entfacht. Es entstanden viele Stoffe aus Baumwolle, Seide und Leinen, manche sogar aus selbstgesponnenem und mit Pflanzen gefärbtem Garn, aus denen ich dann Kleidung für meine Kinder, meinen Mann und mich selbst nähte.

Musik

Als Kind musste ich Flöte lernen, dann hab ich mir eine Gitarre zugelegt und mit 50 das Klavier meiner Mutter geerbt. Auch Singen gehört dazu, in verschiedenen Chören und auch das Tanzen. Alles ist noch heute ein Teil meines Lebens.

Und plötzlich die Pause

Mit dem Einstieg in die Selbständigkeit als Businesscoach blieb immer weniger Zeit für das kreative Arbeiten, bis es schließlich ganz zum Erliegen kam. Ich fühlte mich zunehmend unwohl. Doch erst als mir bei einer Freundin der dicke Katalog von Boesner, einem Großhandel für Künstlermaterial aller Art, in die Hände fiel, wusste ich, was mir fehlt: Das Gestalten mit textilen Materialien, mit Farben und Papier, etwas nach getaner Arbeit in den Händen zu halten.

Ich fand einen Weg

Ich begann, mir Zeitfenster freizuschaufeln und richtete, um diese auch wirklich sofort nutzen zu können, eine kleine Malecke ein.

Jetzt, nachdem ich nach 25 Jahren meine Selbständigkeit reduziert habe, ich nur noch vor Ort arbeite und nicht mehr in ganz Deutschland herumfahre, um Seminare zu halten, habe ich Zeit, mir neue Techniken autodidaktisch anzueignen und viele neue Dinge zu gestalten.

Ich male und zeichne, erstelle Collagen, bedrucke Papiere, führe ein Artjournal, liebe Mixed Media, übe, mit einem Fineliner Blumen und Bäume filigran darzustellen und mache mich Junk-Journaling vertraut. Dafür verwende ich Aquarellfarben, Acryl, Gouache, manchmal auch Pastell und Buntstifte.

Ein Glück, dass es heute so viele Anregungen im Netz gibt und Gruppen mit Gleichgesinnten. Vielleicht lässt du dich hier auch inspirieren.

Die Website zu meinem kreativen Tun ist hier

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