Im diesem Coachingtipp geht es um sichtbar werden im Beruf, um das sogenannte Selbstmarkerting. Ich will dir erläutern, warum es so wichtig ist, über die Dinge zu sprechen, die du gut kannst, die du gut gemacht hast und die du in Zukunft machen möchtest.

Viele Frauen reden nicht darüber, was sie ihnen gelungen ist. Sie sind viel zu bescheiden. Wie das vielzitierte Veilchen im Moose hoffen sie darauf, dass der Chef ihre Leistung erkennt und anerkennt. Sie möchten, dass der Vorgesetzte von alleine merkt, welche Fähigkeiten in ihnen als Mitarbeiterin stecken und wundern sich, wenn das nicht der Fall ist.

Deshalb ist es so wichtig, dass du lernst über die Dinge zu sprechen, die du geschafft hast. Ich möchte dich nicht dazu anregen, angeberisch zu sein und hinauszuposaunen, dass du die Größte bist. Nein, das meine ich nicht. Du sollst nur lernen, die Dinge anzusprechen, die funktioniert haben. Doch weil ich auch weiß, dass Frauen oft nur das als gelungen, als Erfolg ansehen, wenn sie die Latte sehr hoch gelegt haben, möchte ich dich daran erinnern, dass im Alltag ganz andere Dinge erwähnenswert sind. Dinge, die dir wohl gar nicht bewusst sind.

Erwähne Erfolgserlebnisse im Alltag
Einmal angenommen, du hast mit einem Kunden zu tun gehabt, der am Telefon auf 180 war und der dir alles an den Kopf geworfen hat. Er war so unzufrieden und hat gedroht hat, die Zusammenarbeit mit eurer Firma zu beenden. Doch du hast es hinbekommen, ihn wieder zu beruhigen. Du konntest ihn sogar soweit zufriedenstellen, dass die Kooperation eine neue Basis bekam. Was du geschafft hast, ist doch ein Wort wert! Berichte deinem Chef: Der Kunde war so wütend und kurz davor, die Zusammenarbeit mit unserer Firma zu beenden. Mir ist es gelungen, (und betone diese Worte: Es ist mir gelungen,) dies zu verhindern. Im Gegenteil, wir sind wieder im Kontakt und gut im Geschäft. Er ist mit der Lösung, die ich vorgeschlagen habe, zufrieden.

Sprich über deine beruflichen Ziele
Ein anderes Beispiel betrifft deine beruflichen Pläne: In eurem Unternehmen wird demnächst eine Stelle frei, die du gerne haben möchtest. Du bist sicher, das nötige Rüstzeug mitzubringen, du hättest große Lust, dich der neuen Aufgabe zu widmen. Aber du sagst nichts. Und dann wird der Job frei, doch die Kollegin bekommt die Stelle und du bist verwundert und fragst dich, wie konnte das passieren? Ganz einfach, weil du nicht ausgesprochen hast, was du anstrebst, was du dir zutraust und was du in Zukunft machen möchtest. Denn woher soll dein Vorgesetzter das wissen? Je größer die Firma, desto weniger weiß er davon. Also: Deponiere es immer wieder an den richtigen und wichtigen Stellen, wo du erfolgreich warst hast, welche Ziele du erreicht hast ist und was du in Zukunft machen möchtest. Nur dann hast du eine Chance, tatsächlich auch zu bekommen, was du möchtest.

Und sei nicht zu bescheiden. In meinen Coachinggruppen ist mir immer wieder eines aufgefallen: Wenn ich die Teilnehmerinnen aufgefordert habe zu sagen, wo ihre Stärken liegen, was sie gut gemacht haben die Woche zuvor, dann haben sie das zwar dargestellt, doch hinterher ihre Worte gleich wieder relativiert: „Oh mein Gott, jetzt habe ich aber doch ziemlich angegeben.“ Die anderen Frauen in der Runde waren da ganz anderer Ansicht. „Nein, das war total normal, du hättest sogar noch mehr dazu sagen können, und auch mit bestimmteren Worten.

Verbinde Ideen zuerst mit deinem Namen
Es gibt aber etwas, davor möchte ich dich warnen: Du solltest nicht zu früh über deine Ideen sprechen. Zumindest nicht, bevor sie nicht mit deinem Namen verbunden sind. Wir Frauen sind schnell begeistert von einer Sache und sprudeln dann heraus: „Man könnte das Problem so oder so lösen. Ich habe eine Idee, wie man die Kunden besser ansprechen könnte…“ Doch wir sagen es oft zu früh. Du solltest eine Idee erst dann vorstellen, wenn sie mit deinem Namen verbunden ist, d.h. wenn es eine Präsentation, ein Paper gibt, aus dem hervorgeht, dass du die Urheberin bist, aus deutlich belegt, dass die Idee von dir kommt. Denn wenn du das nicht tust und es nur mündlich erwähnst, dann kannst du dich nur wundern, wenn beim nächsten Meeting jemand eine Vorlage einreicht mit deiner Idee und seinem Namen. Das kannst du nur verhindern, indem du nicht zu früh damit herausrückst.

Mein Coachingtipp für heute lautet deshalb: Sei sichtbar im Beruf, sprich über das, was dir gelungen ist, welche Schwierigkeiten du überwunden hast und welches deine Ziele sind. Aber sprich nicht zu früh darüber, welche Ideen du hast, ein Problem zu lösen.

 

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Artikelfoto:Fotolia@Tomasz Trojanowski

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