Komplimente, AnerkennungWarum du lernen sollest, Komplimente anzunehmen. Eigenlob stinkt – diesen Satz haben viele Frauen so sehr verinnerlicht, dass es ihnen schwer fällt, über sich selbst und die eigenen Leistungen positiv zu denken oder gar in angemessener Form darüber zu sprechen. Mehr noch: Dieser Satz hindert sie auch daran, Komplimente und Anerkennung von anderen überhaupt anzunehmen.

Wie du es nicht machen solltest

Kennst du das? Die Kollegin hat intensiv an ihrer Präsentation gearbeitet. Der Vortrag ist gut gelungen und der Chef kommentiert ihn mit den Worten: „Sie haben die Fakten überzeugend dargestellt.“ Und was antwortet sie? „Ich hätte noch mehr Zeit für die Recherche brauchen können.“ oder „Die Grafiken hätten noch aussagekräftiger sein können.“

Oder: Sie haben sich hübsch gemacht für das Fest bei Freunden und man sie empfängt dort mit den Worten „Das Kleid steht dir ausgezeichnet.“ Und was antwortest du? „Ach, das hab ich schon lange.“ oder „Es war ein Schnäppchen im Ausverkauf.“ oder „Es ist ein bisschen eng, findest du nicht?“ Oder du gibst das Kompliment zurück „Du siehst aber auch gut aus.“

Deine Reaktionen haben negative Folgen

Diese Reaktionen haben zweierlei negative Folgen. Zum einen verlieren die Komplimente ihre Wirkung. Sie sind als Geschenke gemeint, als positive Rückmeldung, wie andere dich sehen und erleben. Sie spiegeln dir, welche Fortschritte du in deren Augen gemacht hast und in welche Richtung deine persönliche Weiterentwicklung gehen kann.

Zum anderen brüskieren sie das Gegenüber. Denn übersetzt heißen die Antworten „Hast du nicht gemerkt, dass meine Präsentation (mein Kleid) fehlerhaft ist? Wie kannst du das gut finden?“

Frauen reden Komplimente klein und weisen sie aus unterschiedlichen Gründen zurück.

  • Sie kennen ihre Stärken nicht und konzentrieren sich auf Fehler und Schwächen. Ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwertgefühl leiden Mangel.
  • Sie möchten als bescheiden gelten, als jemand, der nicht im Mittelpunkt stehen will. Bescheidenheit ist eine Zier – auch das hat man ihnen lange Zeit eingeimpft.
  • Sie sehen selbst nicht, was sie leisten. Sie setzen ihre Latte hoch und wären erst dann zufrieden, wenn das Geleistete perfekt gelänge. Doch da dies nie der Fall sein wird, gibt es in ihren Augen auch nichts zu loben.
  • Sie sind misstrauisch und haben Angst, dass der andere das Kompliment nicht uneigennützig gibt, sondern eine Erwartung damit verbindet.

Wie du auf Komplimente reagieren solltest

Was aber wäre dann eine angemessene Reaktion auf Komplimente?

  • Mit einem freundlichen Lächeln zeigst du, dass du das Kompliment erkennst und annimmst und zu sagen:„Danke.“
    „Es freut mich, dass es dir auch gefällt. Danke“
    „Das ist sehr nett von Ihnen, das zu sagen. Danke.“
    „Ich freue mich, dass es Ihren Erwartungen entsprochen hat. Danke.“
  • In der fortgeschrittenen Version kannst du das noch ergänzen und antworten:
    „Vielen Dank, ich bin auch sehr zufrieden damit/ stolz darauf.“
    „Danke. Ja stimmt, die Mühe hat sich gelohnt.“
  • Wenn du ein Kompliment zurückgeben willst, dann wähle dafür einen anderen Zeitpunkt. Denn wenn du deine positive Rückmeldung mit der deines Gegenübers verbindest, verlieren beide ihre Stärke. Die Komplimente verkommen zum Tauschgeschäft und wirken nicht mehr echt.
Foto: © Yuri Arcurs@fotolia

Noch etwas zum Thema

Du weißt nicht, welches deine Stärken sind? Dann schau dir diesen Video-Coachingtipp an: Wie du deine Stärken herausfindest

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