Weniger ist mehr. Wir haben heute unendlich viele verlockende Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten und zu bereichern. Das ist die eine Seite. Doch längst hat sich gezeigt, dass eine solche Fülle an Optionen nicht ein Mehr an Lebensqualität bringt, sondern eher dazu angetan ist, uns vom Wesentlichen zu entfernen.

Mach also eine Bestandsaufnahme und finde heraus, was du wirklich brauchst und was zu deinem Glück beiträgt.

Materielle Dinge

Laut Statistik besitzt jeder Bundesbürger 10 000 Dinge – im Durchschnitt. Wer viel besitzt, hat dafür zuerst einmal arbeiten müssen und sieht sich dann gezwungen, diese Dinge zu lagern, zu pflegen und schließlich wieder zu entsorgen. Eine andere Statistik sagt, dass 40 Prozent der Kleidung, die angeschafft wird, als Schrankhüter endet.

Die Werbung macht uns glauben, wir wären nur glücklich, wir fänden erst dann den perfekten Partner oder könnten auf die Bewunderung unseres Umfelds zählen, wenn wir kaufen, was „in“ ist. Wer sich auf eine solche Botschaft einlässt, zieht den Kürzeren. Es gibt immer neuere Versionen, einen allerletzten Modeschrei, ein „must have“ des Konsums.

Das Dumme dabei ist, dass Kaufen eine sehr kurzfristige Befriedigung mit sich bringt. Kaum ist etwas in unserem Besitz, halten wir Ausschau nach dem Nächsten. Innere Leere, Unruhe und Unzufriedenheit werden materielle Dinge nie ausräumen können.

Kontakte

Kontakte, mediale Freunde oder echte Weggefährten? Es lohnt sich, hier einen Unterschied zu machen, besonders, seit wir durch die sozialen Netzwerke den Eindruck gewinnen können, mehr Freunde zu haben denn je. Doch wer ist wirklich ein Freund, eine Freundin? Jemand, der zu uns steht, wenn es uns schlecht geht, jemand, der sich mit uns über unsere Erfolge freut. Jemand, der uns ehrliche Rückmeldung gibt und dem wir vertrauen können. Und nicht jemand, für den wir nur zählen, weil die Beziehung zu uns ihm etwas bringt.

Nach solchen Kriterien solltest du deinen Freundeskreis einmal anschauen und auswählen, mit wem du in Zukunft den Kontakt pflegen willst. Es gibt wenige Menschen, die in allen Lebensphasen zu uns passen. Gleiche Probleme, ähnliche Fragen bringen uns näher. Der Austausch bereichert. Doch wenn sich die Interessen verändern, darf sich auch der Freundeskreis ändern. Abschiednehmen und Loslassen gehören hier genauso dazu.

Du kannst nur mit Wenigen einen intensiven Austausch pflegen und dich daran erfreuen, dass du durch diese Beziehung im wahrsten Sinne genährt wirst und statt oberflächlichen Kontakten einen „Gefällt mir“ Klick zu vergeben.

Erlebnisse

Die Suche nach dem Besseren macht auch in der Freizeit und im Urlaub nicht Halt. Vor lauter Angst, etwas zu verpassen, hoppen wir von einem Event zum anderen, sind hier ein bisschen anwesend und gleich darauf dort. Die Devise unserer Umtriebigkeit lautet: Möglichst alles mitnehmen, dabei sein und so an gesellschaftlichem Ansehen gewinnen. Die Zeit, in der wir uns eigentlich vom Arbeitsalltag erholen sollten, verkommt mehr und mehr zu einem zusätzlichen Stress.

Wir haben die Fähigkeit verlernt, uns auf den Augenblick, eine Situation, ein Erleben einzulassen, sie mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu leben. Mit dem Ergebnis, dass wir nichts wirklich genießen.

Aufgaben

Wer viel wegschafft und gut organisiert ist, bekommt in der Regel noch was oben drauf gepackt. Anfangs macht es stolz, so viel leisten zu können, aber dann kommt der Tag, an dem alles zu viel wird. Wenn du also eine neue Aufgabe, ein neues Amt übernimmst, dann solltest du dich fragen, was du stattdessen loslassen wirst. Es ist ein einfaches Rechenexempel: War dein Tag bislang gut ausgefüllt, dann passt nichts mehr rein. Das wäre so ähnlich, als wolltest du sagen, mein Geld reicht gerade für das Notwendige, aber jetzt leiste ich mir einen Luxus. Während du beim Geld noch Schulden machen kannst, ist deine Zeit nicht beliebig vermehrbar. Entscheide dich, wo sie gut eingesetzt ist.
Am Arbeitsplatz ist das Signal, zusätzliche Aufgaben ohne weiteres übernehmen zu können, fatal. Heißt es doch, du hattest bisher nicht ausreichend zu tun.

Gewohnheiten

Wie verlaufen deine Familienfeste? Auf welche Weise machst du Urlaub? Wie wickelst du deine Einkäufe ab? Nach immer dem gleichen Muster?
Dann kann es sein, dass manches, was du irgendwann einmal angefangen hast, heute nicht mehr passt. Sonntags zu den Schwiegereltern, das Drei-Gänge-Menü, wenn Freunde kommen, die Vereinsmitgliedschaft, obwohl du nur noch als Karteileiche geführt wirst.
Stelle alles auf den Prüfstand und frage dich, ob diese Gewohnheiten dein Leben leichter und schöner machen und ob du dabei glücklich bist. Oder im umgekehrten Falle, wie sich dein Leben zum Positiven verändern würde, könntest du dich entscheiden, diese Gewohnheiten über Bord werfen.

Drei Fragen zum Loslassen:

  • Brauchst Du es?
  • Liebest Du es?
  • Macht es dich glücklich?

Setze deine Ressourcen, ob Lebenszeit, Kraft, Energie oder Geld, so ein, dass dein Leben reicher wird an

  • Qualität
  • Tiefe
  • Wärme
  • Glücksmomenten
  • und vor allem im Gefühl, dein Lebensschiff selbst zu steuern.

Foto: fotolia © Joseph Helfenberger

 

Literatur zum Thema:Konrad-Sewell

Minimalismus: Minimalisitsch leben, Haushalt entrümpeln und mit Leichtigkeit Ordnung im Leben schaffen. Aufräumen und positives Denken für mehr Glück, Zufriedenheit, Gelassenheit und Stressbewältigung

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