Eine neue Aufgabe ist zu übernehmen, ein Projekt steht an, ein Fest soll ausgerichtet werden – in der Regel sind es immer die Gleichen, die bereit sind, sich zu engagieren. Hilfsbereit, beseelt vom Willen, die Dinge im Griff zu haben und voranzutreiben, sind sie stolz darauf, ein ständig wachsendes Pensum zu schaffen. Und merken dabei nicht, wie sie sich selbst mehr und mehr überfordern und an den Rand der Erschöpfung bringen.

Wer weiß, welche inneren Motive ihn zu stetem Engagement antreiben, ist in der Lage entgegenzusteuern.

Die Macher
Sie sind immer auf der Suche nach einer Lösung. Keine Aufgabe ist zu schwer, kein Problem zu knifflig. Wenn andere in Schwierigkeiten sind, wollen sie eingreifen und Abhilfe schaffen.

Macher lassen sich nicht unterkriegen und geben keine Ruhe, bis sie einen Weg gefunden haben und sie etwas bewirken können. Erst tatkräftiges Anpacken gibt ihnen das gute Gefühl der Selbstbestimmung, auf das sie so großen Wert legen. Doch nicht nur das: Macher geben gerne auch die Richtung vorgeben und wollen mitbestimmen.

Wer Macher ist, zeigt keine Schwäche und gibt erst auf, wenn ihnen kein anderer Weg mehr bleibt: Wenn die Kräfte und Ressourcen erschöpft sind und sie sich total am Ende fühlen.

Funktionierer
Für sie ist es am wichtigsten, den ausgesprochenen und nicht ausgesprochenen Erwartungen anderer zu entsprechen. Funktionierer haben Angst, etwas zu versäumen oder Fehler zu machen. Sie sind pflichtbewusst und brauchen Regeln und Strukturen, an denen sie sich orientieren können. Gerne weisen sie auch andere darauf hin, wenn diese sie nicht beachten.

Funktionierer sind fürsorglich und aufmerksam bis zur Selbstaufgabe. Sie setzen sich auch dann für andere ein, wenn sie sich körperlich nicht wohlfühlen oder auch einfach keine Lust verspüren. Das Nein sagen fällt ihnen sehr schwer, mitunter bringen sie es überhaupt nicht über die Lippen.

Kümmerer
Die Anerkennung und Wertschätzung anderer zu erreichen, steht für Kümmerer im Vordergrund. Sie stecken ihre ganze Energie in die Beziehung zu Menschen, ganz gleich ob diese zur Familie oder zum Freundes- und   Bekanntenkreis zählen. Sogar Fremde kommen in den Genuss ihrer Fürsorge.

Kümmerer wollen anderen einen Gefallen tun, sie fühlen sich erst dann wert, wenn sie für sie sorgen können. Sie suchen den Beifall und opfern sich auf bis zur völligen Verausgabung. Dabei übersehen sie nicht selten, dass die Betreffenden andere Wünsche haben. So laufen Kümmerer Gefahr, ihre Mitmenschen zu bevormunden: Ich will doch nur dein Bestes.
Kümmerer vergessen oder verleugnen die eigenen Bedürfnisse und stellen sich selbst hintenan.

Es ist eine Stärke und positive Eigenschaft, sich zu engagieren und für andere einzusetzen, doch nur so lange, wie es nicht zu den eigenen Lasten geht. Sei ehrlich mit dir selbst und unterscheide zwischen dem, was wirklich notwendig ist und was DU tatsächlich willst. Überprüfe deine eigenen Ansprüche und lass dich von anderen deren Erwartungen präzisieren. Und dann triff deine ENTSCHEIDUNG.

Nicht die anderen entziehen dir die Kraft, rauben dir Zeit und erwarten Unmögliches von dir. Das tust du selbst, indem du nicht die nötigen Grenzen ziehst.

Die zu erkennen, bedeutet, auf den einfachen Weg zu verzichten und den anderen die Schuld zu geben, sondern die Eigenverantwortung zu übernehmen. Daraus zu lernen, sich zu ändern und auch einmal unbequem zu sein.

Und frage dich, ob machen, funktionieren oder kümmern der einzige Weg ist zu erreichen, was dir wichtig ist.

* Dieser Artikel basiert auf dem Buch von
Monika Gruhl, Das Geheimnis starker Menschen, Mit Resilienz aus der Überfoderungsfalle

 

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