Klara erzählt: Neulich war ich bei einem Seminar und wir sollten in der Abschlussrunde in einem Satz sagen, wie wir in unserem Alltag umsetzen wollen, was wir gelernt haben. Den meisten Teilnehmern fiel das schwer. Sie wollten sich nicht festlegen, sondern sagten halbherzig: Ich versuche…, ich könnte…, es wäre gut, wenn ich…

Ähnliches habe ich in einem Internetforum entdeckt. Die Abonnentin eines Lehrgangs, bei dem Woche für Woche Aufgaben gestellt werden, um so dem selbstgesteckten Ziel näher zu kommen, schrieb: „Ich bin am Thema sehr interessiert und lese aufmerksam die Unterlagen.“ Genau das ist der springende Punkt: Lesen, aber nicht umsetzen.

Früher ging mir das nicht anders. Ich habe geträumt, Pläne gemacht, Aufgabenlisten geschrieben und das war’s. Ich war ein Planungsriese und ein Handlungszwerg.

Meine Zweifel, die Angst, es nicht zu schaffen, haben mich abgehalten, überhaupt anzufangen. Natürlich braucht es für viele Vorhaben Mut. Es gibt keine Garantie für das Gelingen. Der Wille loszugehen, ist der Gradmesser dafür, wie wichtig mir etwas ist im Leben ist. Was bin ich bereit, dafür zu tun? Was bin ich bereit, dafür zu riskieren? Will ich mich anstrengen? Welchen Preis bin ich bereit zu bezahlen? Wenn ich nicht zu einer gewissen Anstrengung bereit bin, ist es nicht wirklich ein Ziel. Mein Coach hat mich dann gefragt: Angenommen, Sie wüssten, dass Sie auf jeden Fall damit Erfolg hätten, was würden Sie dann tun?

Etwas anderes habe ich auch gelernt: Wenn ich mir zu viel vornehme, gebe ich schnell wieder auf. Es sind nicht die großen Schritte, die zum Ziel führen. Ich habe mir oft zu viel zugemutet. Bin manches Mal mit Schwung und Elan gestartet und habe dann gemerkt, dass ich dauerhaft nicht so viel Zeit und Energie in meine Vorhaben investieren kann. Und war dann enttäuscht von mir, wenn ich wieder einmal nicht durchgehalten habe.

Was mich auch gehindert hat, war, zu erwarten, ich könne meine Ziele mit einem einzigen Kraftakt erreichen. Habe geglaubt, ich könne es schaffen, mein Leben, meinen Alltag und mich selbst mit einem Schlag verändern. Dabei ist es viel leichter: Jeden Tag ein bisschen etwas für sein Ziel zu tun, reicht in der Regel aus. Aber eben regelmäßig und beharrlich. Wenn ich mich jeden Tag bewege, habe ich  am Ende des Jahres eine gute Kondition. Wenn ich jeden Tag eine Seite schreibe, ist das Ergebnis nach zwölf Monaten ein dicker Wälzer.

Klaras Rat: Wer selbstbewusst seine Ziele erreichen will…

  • hat konkrete Vorstellungen davon
  • fällt die Entscheidung, jetzt damit anzufangen
  • geht sofort los und bewegt sich in kleinen Schritten vorwärts
  • bleibt beharrlich dran

Weniger ist also mehr, das gilt auch für die guten Vorsätze und Vorhaben an Silvester. Wer sich wenig vornimmt, dieses aber umsetzt, stärkt sein Selbstbewusstsein, gewinnt Selbstvertrauen in die eigene Kraft und erhöht sein Selbstwertgefühl.  Es sind dies die besten Geschenke, die man sich selbst machen kann.

Also – pack es an!

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